Im Rahmen des Projektes „Europa macht Schule“ konnten die Klassen 8d und 9d einen ganz besonderen Eindruck in die chinesische Kultur erhalten. Huiying Zheng, die derzeit an der Bergische Uni Wuppertal studiert, nahm die Schüler:innen mit auf eine Reise in die chinesische Lebensphilosophie des Tai-Chi.
Im Rahmen einer Unterrichtsstunde mit dem Schwerpunkt „Slow-Motion-Action: Das Geheimnis der chinesischen Parks“ durften die Schüler:innen in die Geheimnisse chinesischer Alltagsprinzipien im Bereich Ernährung, Kommunikation und Zeitwahrnehmung eintauchen. Nachdem Huiying durch Videos auf lustige und wirklich motivierende Art und Weise in die Tradition des Parksports in China eingeführt hatte, betrachtete sie mit den Schüler:innen Yin und Yang als Alltagsprinzipen, um anschließend ganz praktisch die Grundbewegungen des Tai-Chi (Qi Shi, Yun Shou, Ye Ma Fen Zong) mit Atemtechnik und korrekter Körperhaltung gemeinsam zu erproben.
Wer sich nun die Frage stellte: „Aber was hat das eigentlich mit Europa zu tun?“ dem konnte Huiying aufzeigen, wie stark Tai-Chi tatsächlich den europäischen Entspannungspraktiken wie Waldbaden, Achtsamkeit und Atemtherapie ähnelt und auch wie umfassend Tai-Chi und Yoga in dem europäische Raum Einzug gehalten haben. Die Klasse diskutierte, warum östliche Praktiken im Westen immer mehr wachsen, und welche gemeinsamen Bedürfnisse dahinterstehen. Abschließend wurde so festgehalten, dass die gemeinsamen Werte wie Gesundheit und Gemeinschaft über Kulturgrenzen hinweg eine große Bedeutung haben und in einer sich zunehmend beschleunigenden Welt mit hohem Leistungsdruck, Stress und Unübersichtlichkeit immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Die Stunde mit Huiying war wirklich eine große Bereicherung und hat Einblicke in eine Kultur ermöglicht, welche einem sonst im Alltag nicht unbedingt auf diese Art und Weise begegnet.
Wir danken Huiying herzlich für die tolle Vorbereitung und ihr Engagement bei dem Projekt.
Katharina Bünger