ITALIENISCH

Die Liebe zu Italien geht nicht nur durch den Magen.

In einem modernen Europa gewinnt die Mehrsprachigkeit zunehmend an Bedeutung. Italienisch ist längst kein Orchideenfach mehr. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich deshalb dafür, in ihrer Schulzeit Italienisch als dritte oder sogar vierte Fremdsprache zu wählen, um sich so von späteren Mitstreitern auf dem Arbeitsmarkt abzusetzen.

Allein in Deutschland leben etwa 600.000 Italiener und Italienisch ist eine der in Europa am häufigsten gesprochenen Sprachen. Zudem gilt Italien innerhalb Europas gerade für den Süden Deutschlands als wichtiger Handelspartner, beispielsweise im Banken- und Versicherungswesen oder in der Modebranche. Auch dass viele Menschen jeden Tag gut gestärkt mit einem Nutella-Brötchen in den Tag starten, ist auf den italienischen Konzern Ferrero zurückzuführen, der wie viele italienische Betriebe weltweitweit Erfolgsgeschichte schreibt. Aber auch in den Bereichen Kunst, Architektur, Mode, Musik und Literatur beeinflusst die italienische Kultur seit jeher die Menschen.

Jedes Jahr haben SchülerInnen der Einführungsphase (EF) am Gymnasium Am Kothen die Möglichkeit, Italienisch als neu einsetzende Fremdsprache zu lernen. Das Fach wird als vierstündiger Grundkurs (drei Langstunden) belegt und kann in den Jahrgangsstufen Q1 und 2 fortgesetzt werden. Gerne entscheiden sich SchülerInnen auch dazu, Italienisch als schriftliches oder mündliches Abiturfach zu wählen.

Viele unserer SchülerInnen, die Italienisch als dritte, bzw. vierte Fremdsprache erlernen, profitieren dabei von den sprachlichen Grundlagen, die im Lateinischen und Französischen gelegt worden sind, und zeigen von Anfang an ein hohes Maß an Sprachverständnis.

Mit dem modernen Lehrbuch Ecco werden die SchülerInnen von Beginn an mit alltagsnahen Kommunikationssituationen konfrontiert. Dabei orientiert sich das Lehrbuch an der Lebenswelt italienischer Jugendlicher, so dass zahlreiche Situationen dazu einladen, die italienische (Alltags-)Kultur kennen zu lernen.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage findet ein Austausch mit Italien seit dem letzten Jahr "nur" digital in Form von gemeinsamen Videokonferenzen mit SchülerInnen eines Gymnasiums in Siracusa (Sizilien) statt. Sobald die Situation es wieder zulässt, sollen diese jedoch durch einen tatsächlichen Austausch abgelöst werden. Des Weiteren besteht nach wie vor Kontakt zu einer Schule in Cremona, mit der zuletzt 2019 ein Austausch stattgefunden hat. Auch hier gäbe es ein beiderseitiges Interesse, eine Begegnung möglich zu machen. In jedem Fall sollen unsere SchülerInnen so schnell wie möglich wieder die Chance bekommen, einen ganz eigenen Einblick in die italienische Kultur vor Ort zu bekommen und dabei ihre Sprachkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.