Austauschprogramm nach Paris


Erfahrungsbericht Parisfahrt des Französichkurses

Eines muss gleich zu Beginn klargestellt werden: Falls Sie sich über Ereignisse der Parisfahrt der Französichkurses der Jgst. 11/Q1 wundern sollten, machen Sie sich keine Sorgen: Herr Engelmann ist schuld. Doch diese inzwischen allgemeingültige Feststellung ist natürlich nicht die einzige Erkenntnis, die wir aus Paris mitgebracht haben.

Die erste konnte man am Samstag, den 20.06. schon aus unseren Gesichtern lesen: Sechs Uhr morgens ist eindeutig zu früh, um an der Schule zu stehen. Glücklicherweise ging es ja nicht in den Unterricht, sondern mit Frau Mauroschat-Monti und Herrn Engelmann in einen süßen 25-Personen-Bus, der ein bisschen was von einem Spaceshuttle hatte und vom weltbesten Busfahrer gefahren wurde. Zum Glück, denn die engen Gassen des Viertels, in dem sich unser Hotel befand, waren von einem großen Antiquitäten-, Klamotten- und Flohmarkt bevölkert, was die Ankunft in Paris erschwerte. Unser vollkommen entspannter Fahrer aber klappte Spiegel von Autos ein, hupte deren Besitzer aus ihren Häusern und quetschte uns durch jede noch so enge Straße.

Da wir nach diesem ersten Abenteuer unseren Termin im Louvre leider nicht mehr pünktlich erreichen konnten, machten wir uns auf den Weg ins La Fayette, ein sehr schönes, schickes und teures Kaufhaus mit einer Dachterrasse, von der wir den ersten richtigen Blick auf die Stadt und natürlich auf la tour Eiffel warfen.

Nicht weniger schick war auch der Vorplatz des Louvre und das eigens für das Museums angelegte unterirdische Einkaufszentrum. Im Garten vor dem Louvre, les Tuileries, begegneten uns auch die ersten Straßenverkäufer mit ihren Eiffeltürmchen und den allseits beliebten Selfie-Sticks. Diese „Stäbchen“ leisteten uns später noch gute Dienste für Tausende und Abertausende Fotos.

Außerdem saßen wir später am Abend am Notre Dame zwischen Dutzenden von Touristengruppen, die brav einem hochgehaltenen Selfie-Stick hinterhertrotteten, der die Position ihres Gruppenführers zeigte. Auch eine Möglichkeit.

Den ersten Tag ließen wir im schönen Caféviertel Montmartre mit toller Aussicht und Feuerwerk ausklingen. Schon jetzt waren wir überzeugt, dass die ville d’amour wunderschön und jede Reise wert ist.

Dieser Eindruck wurde auch am nächsten Morgen bei einer informativen und ansprechenden Stadtrundfahrt bestätigt. Lediglich la Défense, das Büroviertel, sah mit seinen hohen Glastürmen eher nach Science Fiction als nach dem Stil des Architekten Haussmann aus. Doch das passte ja perfekt zu unserem Spaceshuttle-Bus.

Auf der Avenue des Champs-Élysées trennten sich die Wege. Es ging z. B. (natürlich) auf den Eiffelturm, aber auch ins jüdische Viertel oder zur fête de la musique, einem Musikfestival.

Abends trafen wir uns alle an der Seine zu einer Bootstour, die uns Paris abends bzw. bei Nacht präsentierte, was – falls das möglich ist – noch schöner ist. Abrunden sollte den tollen und auch sonnigen Tag dann noch ein gemeinsamer Besuch beim fête de la musique, wo Kwabs auftreten sollte. Auf diesen warteten wir leider vergeblich. Ebenfalls warten taten wir auf dem Rückweg auf Alex, der an einer Station als einziger nicht aus der vollen Metro mit ihren erbarmungslosen Türen kam und von einem heldenhaften Rettungsteam bestehend aus Herrn Engelmann, Ugurcan und Jan aus einer schon halb verschlossenen U-Bahnstation geholt werden musste.

Im Gegensatz dazu war unser (leider schon) letzter Tag eher ruhig. Wir besuchten das Viertel Marais und teilweise eine alte Shakespeare-Buchhandlung, bevor es auch schon müde zurück nach Wuppertal ging.

Alles in allem also eine sehr erlebnisreiche, spannende, lustige und absolut lohnenswerte Reise mit einem tollen Kurs und super Lehrern in einer wunderschönen Stadt.

Den Grund für unsere ziemlich erschöpften Gesichter in den folgenden Tagen kennen Sie ja jetzt auch: Herr Engelmann ist schuld.