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GYMNASIUM AM KOTHENmit einem bilingualen deutsch-englischen Zweig ab Klasse 5
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Gymnasium Am Kothen, Schluchtstraße 34, 42285 Wuppertal, 0202 / 563-6533 Mittwoch, 23.01.2019

Auslandsfahrten

 

Paris
Eines muss gleich zu Beginn klargestellt werden: Falls Sie sich über Ereignisse der Parisfahrt der Französichkurses der Jgst. 11/Q1 wundern sollten, machen Sie sich keine Sorgen: Herr Engelmann ist schuld. Doch diese inzwischen allgemeingültige Feststellung ist natürlich nicht die einzige Erkenntnis, die wir aus Paris mitgebracht haben.
Die erste konnte man am Samstag, den 20.06. schon aus unseren Gesichtern lesen: Sechs Uhr morgens ist eindeutig zu früh, um an der Schule zu stehen. Glücklicherweise ging es ja nicht in den Unterricht, sondern mit Frau Mauroschat-Monti und Herrn Engelmann in einen süßen 25-Personen-Bus, der ein bisschen was von einem Spaceshuttle hatte und vom weltbesten Busfahrer gefahren wurde. Zum Glück, denn die engen Gassen des Viertels, in dem sich unser Hotel befand, waren von einem großen Antiquitäten-, Klamotten- und Flohmarkt bevölkert, was die Ankunft in Paris erschwerte. Unser vollkommen entspannter Fahrer aber klappte Spiegel von Autos ein, hupte deren Besitzer aus ihren Häusern und quetschte uns durch jede noch so enge Straße.
Da wir nach diesem ersten Abenteuer unseren Termin im Louvre leider nicht mehr pünktlich erreichen konnten, machten wir uns auf den Weg ins La Fayette, ein sehr schönes, schickes und teures Kaufhaus mit einer Dachterrasse, von der wir den ersten richtigen Blick auf die Stadt und natürlich auf la tour Eiffel warfen.
Nicht weniger schick war auch der Vorplatz des Louvre und das eigens für das Museums angelegte unterirdische Einkaufszentrum. Im Garten vor dem Louvre, les Tuileries, begegneten uns auch die ersten Straßenverkäufer mit ihren Eiffeltürmchen und den allseits beliebten Selfie-Sticks. Diese „Stäbchen“ leisteten uns später noch gute Dienste für Tausende und Abertausende Fotos.
Außerdem saßen wir später am Abend am Notre Dame zwischen Dutzenden von Touristengruppen, die brav einem hochgehaltenen Selfie-Stick hinterhertrotteten, der die Position ihres Gruppenführers zeigte. Auch eine Möglichkeit.
Den ersten Tag ließen wir im schönen Caféviertel Montmartre mit toller Aussicht und Feuerwerk ausklingen. Schon jetzt waren wir überzeugt, dass die ville d’amour wunderschön und jede Reise wert ist.
Dieser Eindruck wurde auch am nächsten Morgen bei einer informativen und ansprechenden Stadtrundfahrt bestätigt. Lediglich la Défense, das Büroviertel, sah mit seinen hohen Glastürmen eher nach Science Fiction als nach dem Stil des Architekten Haussmann aus. Doch das passte ja perfekt zu unserem Spaceshuttle-Bus.
Auf der Avenue des Champs-Élysées trennten sich die Wege. Es ging z. B. (natürlich) auf den Eiffelturm, aber auch ins jüdische Viertel oder zur fête de la musique, einem Musikfestival.
Abends trafen wir uns alle an der Seine zu einer Bootstour, die uns Paris abends bzw. bei Nacht präsentierte, was – falls das möglich ist – noch schöner ist. Abrunden sollte den tollen und auch sonnigen Tag dann noch ein gemeinsamer Besuch beim fête de la musique, wo Kwabs auftreten sollte. Auf diesen warteten wir leider vergeblich. Ebenfalls warten taten wir auf dem Rückweg auf Alex, der an einer Station als einziger nicht aus der vollen Metro mit ihren erbarmungslosen Türen kam und von einem heldenhaften Rettungsteam bestehend aus Herrn Engelmann, Ugurcan und Jan aus einer schon halb verschlossenen U-Bahnstation geholt werden musste.
Im Gegensatz dazu war unser (leider schon) letzter Tag eher ruhig. Wir besuchten das Viertel Marais und teilweise eine alte Shakespeare-Buchhandlung, bevor es auch schon müde zurück nach Wuppertal ging.
Alles in allem also eine sehr erlerbnisreiche, spannende, lustige und absolut lohnenswerte Reise mit einem tollen Kurs und super Lehrern in einer wunderschönen Stadt.
Den Grund für unsere ziemlich erschöpften Gesichter in den folgenden Tagen kennen Sie ja jetzt auch: Herr Engelmann ist schuld.
Liège
In der Jahrgangsstufe 9 fahren die Französisch-Lerner ein weiteres Mal ins französisch-sprachige Belgien- diesmal nach Liège (Lüttich). Zu dieser Fahrt sind auch die Schülerinnen & Schüler eingeladen, die erst ab der Klasse 8 Französisch als dritte Fremdsprache gewählt haben.

Die Anreise erfolgt mit einem Reisebus.

Auch hier stehen Begegnungen mit Muttersprachlern in Form von Interviews auf dem Programm, aber auch ein Besuch des Marktes mit den entsprechenden Verkaufsgesprächen, eine schweißtreibende Besteigung der „Montagne de Bueren“ (374 Stufen!), sowie eine gemütliche Bootsfahrt auf der Maas und der Besuch des Aquariums runden die eher landeskundlich ausgerichtete Exkursion ab. Auch eine kleine Verkostung der stadt-typischen „Délice de Liège“ darf nicht fehlen.

Wie auch schon die Fahrt nach Verviers wird die Fahrt nach Lüttich im Unterricht vor- und nachbereitet. Die Anfertigung eines Dossiers kann dabei eine Rolle spielen.


Verviers
Jedes Frühjahr besuchen traditionell alle Französisch-Kurse der Jahrgangsstufe 7 die kleine Stadt Verviers nahe der belgischen Grenze.

Im Unterricht wird die Exkursion vorbereitet, indem die Schülerinnen & Schüler mit dem Stadtplan vertraut gemacht werden und der Fragebogen, mit dem die Schülerinnen & Schüler ihre Interviews mit den Einheimischen durchführen sollen, besprochen und auch sprachlich eingeübt wird.

Hinzu kommt noch eine kleine Stadtrallye, mit Hilfe derer die kleine Stadt auf eigene Faust erkundet werden soll. Unten ein kleiner Reisebericht eines Schülers:

Wir fuhren einem Reisebus an unserer Schule ab. Als wir nach ca. 11/2 Stunden in Verviers, so heißt die Stadt in Belgien, angekommen waren, trennten wir uns in Gruppen von 3-5 Schülern auf und machten eine Stadtrallye. In dieser Rallye waren allerlei Aufgaben zu erfüllen wie z.B. das Auffinden eines bestimmten Orts. Da von den Lehrern nur ein Stadtplan zur Verfügung gestellt wurde, war es Pflicht, mit den Redewendungen, die wir im Unterricht gelernt hatten, nach dem Weg zu fragen.

Eine der Rallye-Aufgaben war es, sich mit einem Erwachsenen zu unterhalten, bei der manche Gruppe Schwierigkeiten hatten und wir die Befragten öfters nach einer Wiederholung des Satzes fragen mussten.

Nachdem wir mit der Rallye fertig waren, durften wir uns noch in der Stadt aufhalten und Souvenirs kaufen oder einfach entspannen.

Nachdem wir von den Lehrern wieder zurückgerufen worden waren, fuhren wir nach Hause. Die ausgefüllten Aufgaben der Rallye mussten wir am nächsten Tag unseren Lehrern abgeben, damit sie sie auswerten konnten. Ich glaube, es war für alle Beteiligten ein schöner Tag.

Damian Kurz


Obwohl die Fahrt nach Belgien nur ein „Katzensprung“ scheint, kehren unsere Schüler jedes Jahr voller neuer Eindrücke und mit neuem interkulturellem und auch kulinarischem Wissen (gaufres belges, chocolat, tarte au riz etc.) nach Wuppertal zurück.
Bili-Klassenfahrt nach Großbritannien

Ein bis zwei Klassen einer Jahrgangsstufe werden im Rahmen des bilingualen Zweiges zweisprachig deutsch-englisch unterrichtet. Nachdem die Schülerinnen und Schüler in den ersten zwei Jahren verstärkten Englischunterricht, ab der 7. Klasse Erdkundeunterricht und später Geschichtsunterricht in englischer Sprache erhalten haben, können sie in der Klasse 8 die englische Sprache endlich in authentischen Sprechsituationen einsetzen. Mit dem Ziel die im Unterricht erworbenen fremdsprachlichen und landeskundlichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu festigen, heißt es für die bilingualen Klassen in der Jahrgangsstufe 8 ab auf die Insel. Im Unterricht wird die Klassenfahrt nach England inhaltlich und sprachlich vorbereitet, vor Ort übernachten die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien und können dort die englische Sprache „hautnah“ erleben und ihre Fähigkeiten vertiefen. Neben vielseitigen Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten mit der Klasse, steht immer auch die Erkundung der Hauptstadt London auf dem Programm.

Orchesterfahrt nach Pavia
Dass die Idee eines gemeinsamen Projekts mit dem Orchester eines italienischen Musikgymnasiums aus Pavia in Norditalien so große Früchte tragen würde, hatte wohl niemand erwartet.
Im Herbst 2013 luden wir zum ersten Mal ca. 25 Schülerinnen und Schüler des Liceo Adelaide Cairoli nach Wuppertal ein, um ein gemeinsames musikalisches Programm einzustudieren. Nach einer Vorlaufzeit von mehreren Monaten, in der verschiedene Arrangements hin und her geschickt, verändert, der jeweiligen Besetzung angepasst und geprobt wurden, stand nun der spannende Moment der ersten Begegnung bevor. Da in den Landessprachen keine Kommunikation möglich war, blieb es auch den jüngeren Schülern nicht erspart, sich mit den vorhandenen Englischkenntnissen zu verständigen.
Durch die Unterbringung in den Familien der Orchestermitglieder haben die Schüler die Möglichkeit, die Kultur des Partnerlandes hautnah mitzuerleben. Trotz der punktuell auftretenden Sprachbarrieren  ist es nach dem mittlerweile zweiten Besuch unseres Orchesters in Italien zu intensiven internationalen Freundschaften gekommen, welche bei jedem Abschied für Tränen sorgen.
Die intensive musikalische Zusammenarbeit in einem deutsch-italienischen Schulorchester, das  eine Woche lang gemeinsam probt, bietet den jungen Musikern einen Erfahrungsreichtum, der weit über das übliche Musizieren hinausgeht. Bei den erfolgreichen Abschlusskonzerten dieser Projektwochen wurde nicht nur die anstrengende musikalische Arbeit sichtbar, sondern auch das gemeinsame emotionale Erleben der Musik.
Natürlich beschränken sich die deutsch-italienischen  Musikwochen in Pavia und Wuppertal nicht nur auf die gemeinsamen Orchesterproben. In einem umfangreichen kulturellen Programm, wie z.B. Besichtigungen, Städtetouren, Ausflüge in die nähere Umgebung (zum Meer!) und gemeinsames Feiern lernten die Schülerinnen und Schüler Land und Menschen kennen.