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GYMNASIUM AM KOTHENmit einem bilingualen deutsch-englischen Zweig ab Klasse 5
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Gymnasium Am Kothen, Schluchtstraße 34, 42285 Wuppertal, 0202 / 563-6533 Donnerstag, 18.07.2019

Musik

I. Warum Musikunterricht?

Musik spielt in der Welt der heutigen jungen Menschen eine sehr große Rolle. Sei es beim Warten auf den Bus, auf dem Weg zur Schule, beim Joggen oder Hausaufgaben machen: in allen möglichen Alltagssituationen werden zunehmend die kleinen Kopfhörer eingestöpselt, aus denen die jeweilige Lieblingsmusik erklingt. So werden monotone Alltäglichkeiten versüßt und drohende Langeweile kommt gar nicht erst auf. Ist es nicht so, dass man immer weniger Menschen sieht, die ziellos vor sich hindösen oder einfach nur so dasitzen? Es ist vielmehr so: Handys werden unter gleichzeitiger Beschallung betippt und wenn man sein Gegenüber ansprechen will, vergewissert man sich schon vorsichtshalber vorweg, ob er nicht gerade die Ohrstöpsel eingelegt hat.

Was hat Musikunterricht in diesem Umfeld noch zu tun?

Die Jugendlichen hören viel Musik, die Vorlieben und Abneigungen sind abgesteckt. Und das so eindeutig, dass man sich in manchen Bereichen des Musiklebens schon existentielle Sorgen macht: Sinfonieorchester haben Befürchtungen um ihr Weiterbestehen, weil ihre überalterte Zuhörerschaft langsam wegstirbt, im Hörfunk diskutiert man ernsthaft darüber, ob die „klassische“ Musik in den nächsten 10 – 20 Jahren aus der Hörwelt verschwunden sein wird. Soll der Musikunterricht seine Hauptaufgabe darin sehen, die Bedeutung der bedrohten „ernsten“ oder „ klassischen“ Musik den Jugendlichen schmackhaft zu machen, damit sie nicht kulturell verrohen? Natürlich kann es darum nicht gehen. Allerdings, es bleibt eine Frage der Qualität. Wir hören viel, aber wer kann noch richtig hinhören?

Viele Eltern halten Musikunterricht für eine wichtige Sache. Wir auch.

Aber Musikunterricht ist nicht nur deswegen wichtig, weil er einen Ausgleich zu den „harten“ Schulfächern bildet.

Musikunterricht ist nicht nur deswegen wichtig, weil der Umgang mit Musik die Gehirnhälften koordiniert, und dadurch die Hoffnung nährt, dass unsere Zöglinge vielleicht etwas intelligenter werden, um in den anderen Fächern besser bestehen zu können.

Musikunterricht muss die zu Beginn beschriebene Situation ernst nehmen. Er muss sich der stilistischen Vielfalt stellen, sie annehmen und kritisch unter die Lupe nehmen. In der politischen Erziehung geht es in einer Demokratie um einen kritischen, selbstbestimmten Bürger. Im Musikunterricht geht es heute immer dringlicher um einen kritischen, selbstbestimmten Hörer. Darin liegen seine Aufgabe und seine Chance. Im neuen Kernlehrplans für Musik klingt das so: „In der umfassenden Präsenz, Vielgestaltigkeit und Verfügbarkeit von Musik hat das Fach Musik die Aufgabe, den jungen Menschen zu befähigen, seine künstlerisch-ästhetische Identität zu finden, sein kreatives und musikalisches Gestaltungspotential zu entfalten und kulturelle Orientierung zu erlangen.“ (Aus: Sekundarstufe I. Gymnasium. Musik. Kernlehrplan. Düsseldorf 2011, Seite 9)

II. Das Fach Musik an unserer Schule

Das Fach Musik hat an unserer Schule eine lange und bedeutende Tradition. In den letzten Jahren haben wir die Zeichen der Zeit aufmerksam beobachtet und unser Unterrichten und unser Angebot an Arbeitsgemeinschaften darauf abgestimmt.

- Der Unterrichtsstoff ist breiter geworden, die Arbeitsgemeinschaften haben ihr Angebot längst für die unterschiedlichsten Stilarten geöffnet. Neue AG-Angebote sind dazugekommen. Die Verlängerung der Schulzeit mit der großzügigen Mittagspause hat diesen Prozess mit angeschoben (siehe unter Aktivitäten)

- Durch die Einrichtungen einer Streicher- und Bläserklasse (Link) und seit diesem Schuljahr auch einer Singklasse rückt das praktische Musizieren immer mehr in den Vordergrund. Hier werden die lehrplangemäßen Inhalte u.a. über das Lernen eines Instruments vermittelt. Auch im „normalen“ Unterricht ist der Anteil des eigenen praktischen Gestaltens gestiegen. Praktisches Musizieren schult wie kaum eine andere Beschäftigung mit Musik ein genaues Hinhören.

- Weiterhin bieten wir als eine der ganz wenigen Schulen Wuppertals in der Gymnasialen Oberstufe einen Leistungskurs Musik an. Auch in der Sekundarstufe I können musisch interessierte Schülerinnen und Schüler in der 8. Und 9. Jgst. Im Wahlpflichtbereich II das Fach Kunst/Musik wählen.

III. Unser Lehrerteam
Wir sind bestens aufgestellt …

Das Lehrerteam im Fach Musik besteht aus einer Kollegin und vier Kollegen, wobei jeder unterschiedliche musikalische Prägungen mitbringt. Diese Schwerpunkte finden sich selbstverständlich im jeweiligen Aufgabenspektrum wieder: So unterrichten diejenigen, die eine Vergangenheit als Instrumentallehrer haben (Violine und Trompete), die Streicher- bzw. Bläserklasse. Die Spezialisten für Stimmbildung und Gesang betreuen die Schulchöre, während der ehemalige freie Mitarbeiter in Tonstudios die Tontechnik-AG aufbaut und die Veranstaltungstechnik bei Ereignissen in der Aula koordiniert.

Diese natürliche Aufgabenteilung ist ein Grund für die effiziente Koordination von Projekten und Alltagsgeschäft innerhalb unserer Fachschaft. Ein weiterer Grund ist die menschliche Seite: wir verstehen uns einfach gut und halten es für äußerst wichtig, dass die Fachschaft Musik als Ganzes ein Garant für rücksichtsvolles Miteinander und gute Stimmung ist. Diese beiden Aspekte sind Grundvoraussetzung für einen sinnvollen Umgang mit Musik, sei es aktiv musizierend oder eher passiv wahrnehmend. Wir glauben, den Schülerinnen und Schülern durch die Betonung der gerade genannten Aspekte einen sehr wichtigen Baustein für die eigene Identitätsfindung anzubieten. Für eine gute Atmosphäre in unserer Schule sorgen wir ohnehin, und das immer wieder unüberhörbar...

Wir freuen uns auf die Aufgaben, die auf uns warten und sind froh, ein großes musikalisches Spektrum zum Schulleben beisteuern zu können!

Wir hören voneinander...

Martina Klein-Debray
Johannes Dobbelstein
Gert Köhler
Joris Oliver
Martin Sonder



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