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GYMNASIUM AM KOTHENmit einem bilingualen deutsch-englischen Zweig ab Klasse 5
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Gymnasium Am Kothen, Schluchtstraße 34, 42285 Wuppertal, 0202 / 563-6533 Donnerstag, 19.09.2019

Differenzierungskurs Kunst / Musik

Der Differenzierungskurs Kunst/Musik in den Jahrgangsstufen 8 und 9 ist eine Einrichtung, die sich gewinnbringend in das künstlerisch-musischen Profil unserer Schule einfügt. Die Inhalte sind so gewählt, dass eine Verschmelzung der beiden Fächer stattfinden kann. Ziel der Arbeit dieses Differenzierungskurses ist, das ästhetische Empfinden der Schülerinnen und Schüler zu fördern und mit objektiven Maßstäben zu verknüpfen. Dies dient ganz besonders der in den Lehrplänen geforderten Unterstützung der ästhetischen Identitätsfindung der Jugendlichen.
Beim Themenkomplex Klangfarbe / Farbklang z.B. reicht das Spektrum der behandelten Teilgebiete vom emotionalen Gehalt eines Werkes bis zu konkret belegbaren Aspekten wie der Farbpalette oder des Frequenzspektrums.
Natürlich wird auch kreativ gearbeitet; im „Jahrzehnteprojekt“ beispielsweise wird auf unterschiedlichste Art und Weise der Klang bzw. das Design eines Jahrzehnts entdeckt und aufgearbeitet. (Modenschau, Musikvideo, Theaterstück, …)
Der Kurs wird momentan von zwei Kolleginnen und Kollegen mit jeweils einer Stunde pro Woche unterrichtet, die zwei Arbeiten (oder Projektarbeiten) pro Halbjahr werden entsprechend abwechselnd von der Kunst- bzw. Musiklehrkraft gestellt.


Hören mit den Augen / Sehen mit den Ohren - Verkehrte Welt?

Die Kooperation Kunst / Musik im Differenzierungskurs der Jahrgangsstufen 8/9 zeigt Wechselbeziehungen zwischen beiden Fächern in Form / Inhalt / Geschichte

Reine Fakten

  • 2 Langstunden pro Woche = 1x Kunst, 1x Musik, von zwei Kollegen erteilt (neben dem anfallenden Klassenunterricht in beiden Fächern)
  • 2 Klausuren im Halbjahr, 1. Klausur in Kunst, 2. Klausur in Musik


Ziele

  • Kontinuität der Fächer neben dem Klassenunterricht
  • Finden künstlerischer Maßstäbe in KU/MU
  • Aufspüren offener und verdeckter Bezüge der beiden künstlerischen Bereiche
  • Wechselwirkung von Sehen und Hören klar machen
  • Akzeptanz und differenzierte Wahrnehmung schulen
  • Entdecken von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Technik, Aussage und Funktion


Persönlichkeitsbildung der SchülerInnen
Lust und Frust

  • Geschicklichkeit, Demonstration von Talent und Fähigkeiten
  • Verantwortlichkeit im Team
  • Frustrationstoleranz verbessern
  • Identitätsfindung durch bildnerische und musikalische Aktivitäten

Verbindung mit grundsätzlichen Techniken des Lernens (auch für alle anderen Fächer wichtig)

  • Eigenständige Auseinandersetzung und Lösung komplexer Aufgabenstellungen
  • Entwicklung eines Konzepts (theoretisches Gerüst/praktische Umsetzung)
  • Zusammentragen von Material (Idee/Ausstattungsgegenstände)
  • Aneignen und Anwenden bildnerischer Techniken (z.B. Collage, Montage usw.)
  • Gezielte Nutzung elektronischer Medien (Digitalkamera/Musik- und Bildbearbeitung am PC)
  • Präsentation der eigenen Arbeit

Voraussetzungen

  • Man muss nicht unbedingt ein Instrument spielen können
  • Schwerpunkt ist Hören und Verstehen von Musik
  • Selbst Musik machen ist natürlich nicht ausgeschlossen
  • Man muss kein geschulter Maler oder Zeichner sein
     
  • Das Wichtigste ist: Freude am bildnerischen und musikalischen Gestalten!




Themenbeispiel: Musiktheater im 20. Jahrhundert

"Petrouschka"

Musik: Igor Strawinsky, Choreographie: Michael Fokin, Bühnenausstattung: Alexander Benois

Igor Strawinskys Ballett „Petrouschka" haben die Schülerinnen und Schüler als Beispiel für das Musiktheater des 20. Jahrhunderts kennengelernt. Im Zusammenspiel der Hauptfiguren dieses Stücks wird das Problem der menschlichen Freiheit thematisiert. Der Protagonist Petrouschka leidet unter der Fremdbestimmung seiner marionettenhaften Existenz.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich – ausgehend von diesem Werk – mit musikalischen und künstlerischen Parodieverfahren auseinandergesetzt. In der Musik wurden die spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten der musikalischen und choreographischen Mittel (u.a. des Zitats und der Verfremdung) erarbeitet. In der Kunst haben die Schülerinnen und Schüler ausgehend vom Hören der Tanzszenen Vorstellungsbilder zu den Charakteren entwickelt und diese in Form von Figurinen (Laubsägearbeit aus Sperrholz) umgesetzt. Strawinskys Rhythmen und Fokins Realisation einer neuartigen Entwicklung der tänzerischen Bewegung konnten durch das Medium der Figurine veranschaulicht werden.