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GYMNASIUM AM KOTHENmit einem bilingualen deutsch-englischen Zweig ab Klasse 5
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Gymnasium Am Kothen, Schluchtstraße 34, 42285 Wuppertal, 0202 / 563-6533 Montag, 22.04.2019

Italienisch

Italienisch wird an unserer Schule als Abiturfach angeboten. Unterrichtet wird zur Zeit als neueinsetzende Fremdsprache ab der Jahrgangsstufe 10 im Grundkursbereich. Hier legen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler ihre Abiturprüfung im 3. oder 4. Fach ab.

Als sogenannte spät einsetzende Fremdsprache wird Italienisch meistens als dritte, manchmal auch als vierte Fremdsprache gelernt. So kann im Unterricht häufig auf die Vorerfahrungen mit anderen Sprachen zurückgegriffen werden. Das bedeutet nicht nur eine Erleichterung im Lernprozess, sondern auch ein schnelleres Vorangehen mit dem Unterrichtsstoff, so dass die Schülerinnen und Schüler sehr schnell in der Lage sind, sich in realen Situationen zu verständigen und so ihrem Kommunikationsbedürfnis nachkommen können. Dies ist übrigens auch sehr wichtig, da von den Schülerinnen und Schülern im Abitur erwartet wird, dass sie sich mündlich in der Zielsprache ausdrücken können und neben anderen Fähigkeiten auch entsprechende Strukturen und Verfahren „zum Erstellen kohärenter Texte" (Richtlinien und Lehrpläne Sek. II ) beherrschen sollen.

Besonders herauszuheben ist die Bedeutung des Italienischen für den musisch-künstlerischen Schwerpunkt unserer Schule. Zum einen stellt das Fach eine wichtige sprachliche Ergänzung zum Musikbereich dar. Das gilt vor allem für Sprachvertonungen in der Gattung Lied und Oper, aber auch für die musikalische Fachsprache (u.a. zur Agogik, Dynamik, Tempoangabe), die in ihren Anweisungen, wie ein Stück zu interpretieren ist, vom italienischen Vokabular lebt. Diese Bedeutung zeigt sich auch in der Einrichtung eines ‚zweiten‘ musischen Austauschs mit der italienischen Partnerstadt Pavia. Zum anderen erweist sich die italienische Sprache für alle Kunstinteressierten als äußerst hilfreich. Abgesehen davon, dass in Italien eine Fülle von Kunstschätzen konzentriert ist, löste z.B. die Epoche der Renaissance in Italien eine kulturelle Bewegung aus, die alle anderen europäischen Länder nachhaltig beeinflusst hat.

Aber auch praktische Gründe sprechen für das Fach Italienisch an unserer Schule. Dass das Land selbst seit langem zu den beliebten Urlaubszielen der Deutschen zählt, ist natürlich bekannt. Dass sich aber auch viele wirtschaftliche Beziehungen entwickelt haben, bei denen die italienische Sprache von Nutzen sein kann, wird oft leider nicht so intensiv wahrgenommen.

Als Lehrwerk dient In Piazza neu (blau), das vor allem die Spracherwerbsphase der Einführungsphase begleitet, da es in den ersten Lektionen das Grundvokabular und die Basisgrammatik sehr alltagsbezogen und kompetenzorientiert vermittelt. Auch in der Q1 wird beim Thema giovani (Jugendliche) noch mit dem Schülerbuch gearbeitet, um eine lebensnahe Grundlage zu schaffen. Als Überblick und Unterstützung dienen ein grammatisches Beiheft mit Erklärungen und ein Arbeitsbuch mit vielfältigen Übungen.

Obwohl sich der Italienischunterricht in den ersten anderthalb Jahren hauptsächlich am Lehrwerk orientiert, ergänzen wir auch bereits bzw. besonders den Anfangsunterricht durch leichtverständliche Originalmaterialien wie Broschüren, Flyer, Menükarten, Postkarten, Interviews, Emails, usw., handlungsorientierte Aufgaben und Miniprojekte.

Im Laufe der Qualifikationsphase (vor allem in der Q2) stützt sich die Behandlung der umfangreicheren und wechselnden Themen zunehmend auf die Dossierarbeit. Mit Hilfe von authentische Textauszügen, Karikaturen, Liedern, Film(ausschnitt)en und kurze Ganzschriften erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler exemplarisch wichtige Bereiche der italienischen Kultur sowie der aktuellen Situation, erhalten Einblick in Geografie, Geschichte, Politik und Wirtschaft und werden an die wissenschaftlichen Texterschließungs- und Textproduktionsverfahren herangeführt

Als Möglichkeit, die bereits erworbenen Fähigkeiten auszuprobieren und neue Kontakte zu knüpfen, bietet sich die Teilnahme am jährlich stattfindenden Italienaustausch. Die erfolgreiche Anwendung des Erlernten in realen Kommunikationssituationen mit Gleichaltrigen lassen die z.T. künstlich wirkenden Unterrichtsituationen vergessen und erinnern daran, dass die Fremdsprache nicht auf den Klassenraum beschränkt ist, sondern echte Anwendung im Ausland findet. Das ist der Grund, weshalb Austausche so beliebt und gleichzeitig hochmotivierend sind, was sich positiv auf die persönliche Entwicklung auswirkt.

Bereits im Vorfeld wird der Austausch vorbereitet, bevor die deutsche Gruppe sich dann auf den Weg zur Partnerschule nach Cremona, Italien macht und umgekehrt den Gegenbesuch der Italiener in Wuppertal erwartet. Es warten gemeinsame Projekte, interessante Ausflüge sowie Überraschungen im Schulalltag der unterschiedlichen Schulsysteme. Oft entwickeln sich Email- bzw. WhatsApp-Partnerschaften, über die die Schülerinnen und Schüler während der austauschfreien Zeit Kontakt halten. Der Austausch ist also nicht nur im Sinne der interkulturellen Handlungsfähigkeit und Horizonterweiterung eine bereichernde Erfahrung, sondern vor allem der Menschlichkeit und Freundschaft wegen.